Immer mehr Menschen entdecken die einfachen, aber exotischen Geschmacksrichtungen Skandinaviens. Während viele von uns gelernt haben, wie man Zimtröllchen selbst macht, gibt es darüber hinaus mehr als „Kanelbullar“ und Fleischklößchen in der schwedischen Küche. Hier sind ein paar schwedische Delikatessen, die du in diesem Jahr unbedingt probieren solltest.

1. PREISELBEEREN

Der schwedische Wald ist ein Paradies feinster Schlemmereien. Moltebeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Walderdbeeren, Preiselbeeren… diese kleinen Vitamin-Kraftpakete sind direkt vor deiner Nase und wollen von dir gepflückt werden. Dank deiner Freiheit kannst du, wo auch immer du willst, nach Beeren und Pilzen suchen – die meisten davon müssen vor dem Genuss nicht einmal weiter zubereitet werden. Genießen sie mit Fleischbällchen und Kartoffelpüree für einen leckeren Start in den Tag, verteile einfach ein paar deiner gepflückten Beeren darauf mit einer Prise Zucker, falls gewünscht, oder iss die Früchte zusammen mit Haferbrei, Joghurt oder Sauermilch, filmjölk, und du bist gerüstet für den Tag!

2. KNÄCKERBRÖD

Glaubst du zu wissen, was Roggenbrot und Knäckebrot ist? Weißt du nicht. In schwedischen Geschäften gibt es ganze Regalreihen mit Knäckebrot und Knusperbrot. Im Durchschnitt essen die Schweden im Jahr vier Kilo von dem Zeug. Es gibt davon unzählige Arten und Geschmacksrichtungen. Ebenso perfekt, mit einem Belag aus Käse oder mit püriertem oder Kalles Kaviar, hat das Knäckebrot seinen Platz im Magen jedes Schwedens. Tatsächlich haben 85 % aller schwedischen Haushalte etwas davon zuhause. Ursprünglich aus Värmland in der Nähe von Göteborg, ist es nun zu einem respektablen schwedischen Exportprodukt geworden.

3. HERING

Ob Weihnachten, Ostern oder Hochsommer, schwedische Feste ohne Hering, oder wie die Schweden sagen „Sill“, gibt es einfach nicht. Essen spielt eine zentrale Rolle bei allen schwedischen Festlichkeiten und Schweden bieten gerne eine reichliche Auswahl an Speisen für ihre Gäste an. Insbesondere an Weihnachten ist der „Julbord“- Weihnachtstisch eine wahre Gaumenfreude an Köstlichkeiten, wobei natürlich der Hering in allen Varianten nicht fehlen darf. Von Senfkörnern bis zum Curry sind die Geschmacksrichtungen eindeutig und frisch. Meist sind sie gepaart mit frischen Dillkartoffeln und einem Gläschen starken Schnapses.

4. PRINZESSINNENTORTE

Diese wunderschöne grüne Torte ist nach den schwedischen Prinzessinnen aus den frühen 1920-er Jahren benannt, die diesen Kuchen so sehr liebten, dass er zu einem Grundnahrungsmittel in jedem feinen schwedischen Café wurde. Aus Schichten lockeren Biskuits, geschlagener Sahne, Vanillepudding und manchmal mit Erdbeermarmelade, ist dieser Kuchen mit einer Schicht grüngefärbten Marzipans belegt und mit einer pinkfarbenen Marzipanrose dekoriert. Die Torte ist berüchtigt dafür, dass es schwierig ist, sie selbst zu backen. Kaufe einfach ein Stück davon oder gleich die ganze Torte. Du bekommst sie. Sie bekommen sie in jedem schwedischen Café.

5. RENSKAV – SAUTIERTES RENTIER

Es mag grausam erscheinen, die Helfer des Weihnachtsmannes zu verspeisen, aber Rentier ist eine wahre Delikatesse und das bekannteste Gericht aus Schwedisch-Lappland. Du kannst das Gericht aus verschiedenen Teilstücken zubereiten, im besten Fall jedoch ist das Fleisch gefroren und wird dann vor dem Braten und Würzen in dünne Scheiben geschnitten. Danach gibt man entweder Wasser, Sahne oder Bier hinzu und kocht das Fleisch, bis es zart ist. Serviert mit Kartoffelpüree und Preiselbeeren ist dies ein Klassiker der samischen Küche.

 

6. SKAGENRÖRA

Skagenröra ist benannt nach der Nordspitze Dänemarks, die gleich gegenüber von Göteborg liegt, und ist ein schwedischer Klassiker. Es ist aus frischen Krabben mit Kaviar und Dill gemacht und manchmal auch mit anderen Meeresfrüchten, die es zum Überfluss an der westlichen Küste Schwedens gibt. Serviert auf Toast oder als Füllung für Ofenkartoffeln oder Avocados, ist dies eine klassische Vorspeise zu jedem Essen, insbesondere wenn es mit einem Häubchen von Kaviar verfeinert wird.

7. VASTERBOTTENPAJ

Sag „Pie“ zu einem Schweden, dann denkt dieser nicht an einen saftigen britischen Pie, sondern an etwas, das Ähnlichkeit mit einer Quiche hat. Es handelt sich dabei um ein Gebäck, dessen Hohlraum mit köstlichem Käse gefüllt ist. Ist es der berühmte schwedische Klassiker „Pie“, wird dafür ein ganz spezieller Käse aus Västerbotten verwendet. Dieser Käse ist lang gereift und wird oft zum Überbacken von Knäckebröd benutzt. Es gibt diesem Pie den ganz besonderen Geschmack und die typische Textur.

8. SEMLOR

In Schweden gibt es keinen Pfannkuchentag, oder, Moment mal, es gibt ihn doch – jeden Donnerstag, nachdem eine herzhafte Erbsensuppe verspeist wurde. Im Februar jedoch, an einem Abend, an dem jeder Brite seine Fähigkeiten zelebriert, Pfannkuchen zu wenden, stecken die Schweden noch in der Semla-Phase. Dieses süße Gebäck, gefüllt mit Mandelcreme und Sahne, ist nicht weniger köstlich. Da es normalerweise nicht zu anderen Jahreszeiten käuflich zu erwerben ist, genießen die Schweden im Zeitraum Januar bis März diese Köstlichkeit weit mehr als nur einmal.

9. APFELMOST

Gibt es etwas Köstlicheres als frisch gepressten Apfelsaft aus frisch gepflückten Äpfeln? Eine gefeierte lokale Köstlichkeit, von den südlichen schwedischen Apfelkulturen stammend, ist der Apfelmost aus Skåne, auch unter der diffusen Bezeichnung Apfelsaft bekannt. Du solltest ihn in der Gegend von Skåne genießen, die bekannt für ihre Bauernprodukte ist. Jedes Jahr am letzten Wochenende des Monates September findet ein großes Fest der Früchte in Österlen statt. Natürlich darf dort der Apfelwein nicht fehlen. Lust auf eine Feinschmeckerreise?

10. KRABBENBRÖTCHEN

Die Schweden lieben Sandwiches beinahe genauso wie die Briten. Die schwedische Variante hat jedoch keine obere Hälfte. Oft ist ein dunkles Roggenbrot oder das sogenannte „Polarbrot“, ein leichtes und weiches nordisches Fladenbrot, die Basis. Ein klassischer Brotbelag, neben Käse oder Leberpastete und Essiggurke, ist Ei, Mayonnaise, Dill und jede Menge Krabben.

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